News / 5 Minuten mit… Yasushi Furukawa, Geschäftsführer der Kyoshin GmbH

5 Minuten mit… Yasushi Furukawa, Geschäftsführer der Kyoshin GmbH

Wir haben die japanische Nachhilfeschule Kyoshin bei der Ansiedlung in Bayern unterstützt. Auf Einladung des Schulleiters Yasushi Furukawa besuchte ich mit großer Erwartung kürzlich zum ersten Mal die neuen Räumlichkeiten in der Nähe des Sendlinger Tores. Ich war sehr neugierig, was aus dem Rohbau am Ende geworden ist. Als erstes wurde ich durch den Schulleiter sofort aufgefordert, mir die Straßenschuhe aus und die Pantoffeln anzuziehen. Mein erster Gedanke war: „Oh, ich bin in Japan!“ und mein zweiter gleich „Gott sei Dank habe ich kein Loch im Strumpf!“

 

Was waren die größten Herausforderungen – bürokratisch wie interkulturell – bei der Schuleröffnung in München?

Was das Gebäude betrifft, so haben wir wirklich Glück und mit Invest in Bavaria die passende Unterstützung gehabt. Trotz des Büromangels in München konnte der Standort vergleichsweise schnell gefunden werden. Bis zur Eröffnung hat es für mein Empfinden dennoch einige Zeit gedauert, da wir mit den bürokratischen/ behördlichen Anforderungen so in dieser Weise nicht gerechnet haben. Aber das ist wohl die deutsche Gründlichkeit!

Was ich besonders anstrengend fand, war die Tendenz der Deutschen, grundsätzlich „Nein, das geht nicht“, oder „Nein, das braucht man nicht“ zu sagen und schnell zu blockieren, sobald etwas nicht in die Norm passt. 

Zu den interkulturellen Hindernissen kann ich noch eine kleine Anekdote erzählen. Unser Hauptanliegen ist es, den Schülern so gut es geht das Gefühl zu geben, in einer echten „Juku“ zu sein. Eine „Juku" ist in Japan eine Art Nachmittagsbetreuung für Schulkinder, in der sie weiter gefördert und gezielt auf Prüfungen vorbereitet werden.

Ich wollte die Schule möglichst original japanisch aussehen lassen, um den japanischen Familien auch in der Ferne ein heimatliches Gefühl zu geben. Vor diesem Hintergrund haben wir für unsere Schule in München Schreibtische bei einer deutschen Meisterwerkstatt maßgeschneidert nach der japanischen Vorlage anfertigen lassen. Zu meiner großen Überraschung haben 20 der 90 bestellten Stühle hoffnungslos gewackelt. 

Darüber war ich sehr erstaunt, weil Deutschland mit dem Qualitätssiegel „Made in Germany“ international über einen ausgezeichneten Ruf verfügt. Mein Fazit dabei war: Das Land der Meister ko